GDL, Streik & der deutsche Michel (2)

Da ja der eine oder andere zürnt, der Streik würde tagtäglich „immense volkswirtschaftlichen Schäden anrichten“, sollten sich Betroffene vielleicht doch besser mal den Schaum vom Mund abwischen und die Zahlen in die passenden Relationen bringen:

Jeder Streiktag kostet geschätzte 50 bis 100 Millionen Euro, je nachdem, wer da so gefragt wird. Kostentechnisch entspricht das einem 50tel der aktuellen Kosten des Berliner Flughafens. Oder ein 68tel von Stuttgart 21. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

Jetzt, wo das Ende des Streiks für Samstag angekündigt ist, kann man sagen, dass der Streik nicht mal soviel gekostet hat wie das Euro Hawk-Debakel. Und um die Kosten der letzten Krise der WestLB zu toppen, müssten die Lokführer sogar mindestens ein halbes Jahr am Stück streiken, um den gleichen Schaden anzurichten..

Selbst das hat die Volkswirtschaft nicht in den Abgrund gestürzt. Und auch sonst war der Aufschrei des deutschen Michels recht klein.

Ach, und wenn der Schaum gerade weggewischt ist: Herr Weselsky lebt mit seiner „analog zur Besoldungsgruppe A16“ bezahlten Tätigkeit nicht gerade in Saus und Braus oder führt gar ein Luxusleben. Hingegen nagt der Vorstand der DB alles andere als am Hungertuch. Letzteres scheint nur irgendwie nicht weiter erwähnenswert zu sein…

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.