{"id":1807,"date":"2014-12-12T00:38:16","date_gmt":"2014-12-11T22:38:16","guid":{"rendered":"http:\/\/hasselba.ch\/blog\/?p=1807"},"modified":"2014-12-12T00:38:16","modified_gmt":"2014-12-11T22:38:16","slug":"xpages-aufs-falsche-pferd-gesetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hasselba.ch\/blog\/?p=1807","title":{"rendered":"XPages: Auf&#8217;s falsche Pferd gesetzt"},"content":{"rendered":"<p>Gerade eben ist mir klar geworden, dass das letzte XPages-Projekt (eine Mini-Entwicklung) schon ein halbes Jahr zur\u00fcck liegt. Und wenn ich mir das Gesamtvolumen in 2014 mit knapp 30\u00a0Tagen Entwicklungsleistung f\u00fcr diese Technologie anschaue, muss ich mir wohl eingestehen, auf das falsche Pferd gesetzt zu haben. In anderen Regionen Deutschlands scheint die Situation etwas anders zu sein, doch als Freiberufler kann man sich seinen Markt leider nicht aussuchen. Schade eigentlich.<\/p>\n<p>Wenn ich\u00a0allerdings \u00fcber das &#8222;Warum&#8220; nachdenke, ist das alles eigentlich gar nicht so \u00fcberraschend: Die &#8222;alten Hasen&#8220; im Notes Business sind von der Technologie f\u00f6rmlich \u00fcberrollt worden, und haben die ersten Projekte mehr schlecht als recht umgesetzt.<\/p>\n<p>Zu viel neue Themen, alles so kompliziert, und im Notes Client ist eh alles besser&#8230; Erst neulich war ich Zeuge eines Gespr\u00e4chs zwischen Entwickler und Projektleitung, dass man die Aufw\u00e4nde, eine\u00a0XPages Applikationen zu entwickeln, gegen\u00fcber denen einer Notes Client Entwicklung mit dem Faktor 3(!!!) kalkulieren m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Und die, die sowieso keine Lust auf die Technologie hatten (aus Angst um den eigenen Job, da man nicht mehr hinterher kommt), haben solange das Thema XPages schlecht geredet, bis es die Kunden auch geglaubt haben. Gut, Antworten auf dr\u00e4ngende Fragen konnte keiner der Betroffenen liefern (wie man denn z.B. die tollen &#8222;native&#8220; Notes Applikationen auf dem iPad nutzen kann). Es offenbarte jedoch\u00a0die offensichtlich fehlende Weitsicht, dass dies der Platform in den Unternehmen lang- bzw. mittelfristig mehr schadet als n\u00fctzt. Aber was soll&#8217;s&#8230;<\/p>\n<p>Letztlich muss sich keiner wundern, wenn potentielle Kunden abspringen. Und ja, IBM und Marketing sind Begriffe, die nichts mit einander zu tun haben.<\/p>\n<p>Aber, liebe &#8222;alte Notes Hasen&#8220;, die IBM ist nicht an allem Schuld! Ihr habt durch Eure Blockadehaltung auch einen nicht geringen Beitrag geleistet, die Platform klein zu kriegen. Die mangelnde Flexibilit\u00e4t einiger Admins, die Java f\u00fcr Teufelszeug halten und mir Ihrer &#8222;Sicherheit geht \u00fcber alles&#8220;-Philosophie sich s\u00e4mtlichen Errungenschaften seit vor der Jahrtausendwende verschlie\u00dfen (Jaja, Usenet &amp; Gopher sind schon toll), hat der Platform mindestens so sehr geschadet, wie die &#8222;gro\u00dfe Unbekannte&#8220; durch die Produktstrategie der IBM. Also zeigt nicht immer mit dem Finger auf die Buchstaben I,B &amp; M. Probiert es mal mit einer Schuldzuweisung bei I, C &amp; H!<\/p>\n<p>So, dass musste raus. Jetzt feile ich fleissig weiter an meinen Migrationsstrategien&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerade eben ist mir klar geworden, dass das letzte XPages-Projekt (eine Mini-Entwicklung) schon ein halbes Jahr zur\u00fcck liegt. 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