DataContext-Variablen

Will man auf die DataContext-Variablen einer XPage zugreifen, gibt es die Möglichkeit, die Methode getDataContexts() zu verwenden, die für jede UIComponent existiert. Die Methode liefert eine java.util.List zurück, die sich z.B. in einen Array verwandeln lässt, um auf die einzelnen Mitglieder zu zugreifen. Die Mitglieder wiederum sind vom Typ com.ibm.xsp.model.DataContext, mit getVars() lässt sich auf den Inhalt der jeweiligen Variable zugreifen.

Hier ein Beispiel:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<xp:view xmlns:xp="http://www.ibm.com/xsp/core">

   <xp:this.dataContexts>
      <xp:dataContext var="dcVar" value="1" />
   </xp:this.dataContexts>

   <xp:text escape="true" id="computedField1">
      <xp:this.value>
         <![CDATA[#{javascript:
         var lc:java.util.List = view.getDataContexts();
         var dc:com.ibm.xsp.model.DataContext = lc.toArray()[0];
         dc.getVars().toString()
         }]]>
      </xp:this.value>
   </xp:text>
</xp:view>

[Fett: Die DataContext-Variable // Rot: Die UIComponent, an der die Variable „hängt“]

In diesem Beispiel ist die Variable direkt der UIViewRoot-Komponente zugeordnet worden. Ist die Variable an einer anderen UIComponent (z.B. einem Custom Control), muss auf den DataContext dieser Komponente zugegriffen werden. Ist also eine DataContext-Variable im Custom Control definiert, nicht jedoch in der eigentlichen XPage, so würde ein view.getDataContexts() nichts zurück liefern.

Um auf die Variablen eines Custom Controls zuzugreifen, muss also entweder der komplette Komponentenbaum durchlaufen werde, oder das Custom Control muss mit id definiert sein, um referenziert werden zu können.

Hier das Custom Control ccDCVar:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<xp:view xmlns:xp="http://www.ibm.com/xsp/core">

   <xp:this.dataContexts>
      <xp:dataContext var="dcVarCC" value="2" />
   </xp:this.dataContexts>

</xp:view>

Die XPage, die auf das Custom Control zugreift, kann dann wie folgt aufgebaut sein:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<xp:view xmlns:xp="http://www.ibm.com/xsp/core"
         xmlns:xc="http://www.ibm.com/xsp/custom">
   
   <xc:ccDCVar id="cc1"></xc:ccDCVar>

   <xp:text escape="true" id="computedField1">
      <xp:this.value>
         <![CDATA[#{javascript:
         var lc:java.util.List = getComponent("cc1").getDataContexts();
         var dc:com.ibm.xsp.model.DataContext = lc.toArray()[0];
         dc.getVars().toString()
         }]]>
      </xp:this.value>
   </xp:text>
</xp:view>

 [Fett: Zugriff auf die UIComponent mittels getComponent()  // Rot: Id des Custom Controls]

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2 Kommentare zu DataContext-Variablen

  1. Welche Use cases siehst Du mit den Data Context Variablen?

  2. Die Data Context Variablen sind eine gute Möglichkeit, um für ein wenig „Ordnung“ im Code zu sorgen und die Performance zu optimieren: So lassen sich zum Einen die Variablen nutzen, um mehrfach verwendete Daten nur einmal berechnen zu müssen, zum Anderen lassen sich Daten cachen.

    So wünscht z.B. ein Kunde, dass in einem Repat Control alle Datensätze angezeigt werden; wird ein Datensatz angeklickt, soll er an anderer Stelle auf der XPage angezeigt werden, jedoch nicht mehr in der Liste im Repeat Control auftauchen. Um hier nicht in Performancenöte zu kommen, kann man die Daten bequem in einer Context Variable im „On Page Load“ berechnen, und dann wird im Repeat Control der selektierte Wert jeweils rausgworfen. Ändert sich die Selektion, müssen die „Originaldaten“ nicht neu berechnet werden.

    Vorteil gegenüber Managed Beans: Die Variablen werden nicht Applikationsweit definiert, sondern können z.B. nur in einem Custom Control eingebunden sein (das ja nicht zwangsläufig geladen sein muss).

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